Rettungsdrohne UI

Jannick Lenz, Marina Rost

4. Semester, Sommersemester 18

im Kurs Schwerpunkte I

bei Prof. Jens Döring, Prof. Dr. Markus Weinberger

in Kooperation mit Bernhard Staiber von Intuity Media Lab, Stuttgart

Eine Drohne bietet für Rettungsdienste in vielerlei Hinsicht Vorteile. 
 Von einer besseren Übersicht über eine Lage, bis hin zu der Möglichkeit durch eine Drohne schneller an Ort und Stelle zu sein. Diese und viele weitere Möglichkeiten die eine Drohne mit sich bringen kann, macht sie zu einem wichtigen Werkzeug für viele Rettungsdienste.
Das Interface für die Steuerung der Drohne und verschiedener Funktionen ist aktuell aber in erster Linie für Film- und Foto-Aufnahmen ausgelegt. Aus diesem Grund sahen wir an dieser Stelle großes Potenzial in einem neuen, speziel für Rettungsdienste ausgelegtem User Interface. Das Projekt wurde unter anderem begleitet von Bernhard Staiber von Intuity Media Lab.


Funktionen

Durch das neu überarbeitete und aufgeräumte UI hat der Nutzer so die wichtigsten Funktionen in direkter Reichweite. Er besitzt die Möglichkeit zur Orientierung einen Karten-Layer über die Aufnahme zu legen und durch den Schieberegler an der Seite die Deckraft dessen zu bestimmen. Ein Button erlaubt es dem Nutzer Markierungspunkte zu setzten, zu welchen der Drohnen-Pilot immer einfach zurückkehren oder diese in einem Art Auto-Pilot Modus der Reihe nach abfliegen, lassen kann.


Interface

Ein weiteres Beispiel für eine wichtige Funktion wäre die Übertragung des Livebilds zur jeweiligen Leitstelle. Die Kommunikation zwischen Einsatzkräften und der Leitstelle stellt einen wichtigen Part im Zusammensiel beider Seiten bei einem Einsatz dar und findet aktuell per Funk statt. Um die Kommunikation zu vereinfachen und rundum zu optimieren, würde diese durch die zusätzlichen Aufnahmen der Drohne bereichert werden. Auch bei unseren Kontakt- und Fachpersonen fand diese Funktionalität großen Anklang. Dies stellt eine der wichtigsten Funktionen dar, welche leicht zu erreichen und durch den größeren Button im linken unteren Eck hervorgehoben wurde.


Umsetzung

Durch bereits gesammelte persönliche Erfahrungen der Arbeit von Rettungskräften bei Einsätzen sowie geführte Interviews war es uns möglich einen guten und umfangreichen Gesamtüberblick über die Aufgabenbereiche der Rettungsdienste und Einsatzabläufe zu gewinnen. Gleichzeitig beinhaltete dieses Projekt einen weiteren wichtigen Faktor - eine Drohne. Um die Arbeit und Nutzung einer Drohne auseinander zu setzten, testeten wir dies selbst mittels unterschiedlicher Nutzertests aus.


User Test

Die Drohne, wie ihre Funktionen wurde genau unter die Lupe genommen. Welche Möglichkeiten Drohnen aktuell bieten, welche sie in der Zukunft noch bieten könnten und was an den aktuellen Funktionen, wie für Rettungsdienste verbessert werden müsste. Bei den Nutzertests untersuchten wir außerdem wie sich Menschen, (im Falle eines Einsatzes) Passanten oder vielleicht sogar Betroffene gegenüber der Drohne verhalten und mit dieser umgingen.


Drohne

In dem neuen User Interface wurden nicht nur bestehende, sondern auch zukünftig umsetzbare Funktionalitäten der Drohne berücksichtigt. Über das Projekt hinweg bezogen wir unterschiedliche Personen aus verschiedenen Bereichen der Rettungsdienste mit ein. Unser Fokus lag besonders auf dem Einsatzgebiet unterschiedlicher Großveranstaltungen (Sportveranstaltungen, Demonstrationen, Festivals etc.). Besonders in diesem Use Case gibt es viele Einsatzmöglichkeiten für eine Drohne, welche teilweise bereits genutzt werden.